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PSYGA-Nachrichten für das Jahr 2008

Liebe Mitglieder, liebe Freunde des PSYGA!

 

Wiederum möchte ich mich an allererster Stelle bei denen bedanken, die 2008 den PSYGA durch ihre Spenden und auch durch ihre Mitgliedschaft unterstützt haben. Denn ohne diesen Personenkreis könnten wir unsere Arbeit nicht so gestalten, wie wir es dank dieser Hilfe tun können. Nach wie vor setzen wir dieses Geld ein, um Geräte zu finanzieren, mit denen betroffene Familien trainieren können – oder auch um Familien mit einem schwerstmehrfach-behinderten Kind mit einer Therapiehilfe zu unterstützen.

Während ich an dieser Stelle vor einem Jahr weiter geschrieben habe mit den Worten „Es war für uns ein arbeitsreiches, aber ruhiges Jahr...“, kann ich dieses Mal nur feststellen, dass turbulente Monate hinter uns liegen. Zum Glück waren diese Turbulenzen fast alle positiver Art.

Um es gleich vorwegzunehmen:

Es gibt jetzt eine weitere Anlaufstelle, in der im Rahmen der Psychomotorischen Ganzheitstherapie Kinder mit ADS/ADHS, Lese-Rechtschreib-Schwäche und Rechenschwäche betreut werden und zwar im Institut für Bewegungs- und Lernentwicklung von Frau Bettina Rollwagen.

 

 

 

 


Im kleinen Dorf Fintel zwischen Hamburg und Bremen wendet Frau Rollwagen seit 2008 auch die Psychomotorische Ganzheitstherapie an. Sie ist Diplom-Sportlehrerin mit Schwerpunkt Psychomotorik und der Zusatzausbildung Certificated Movement Analyst des Laban Instituts for Movement Studies, New York und hat sich ab 2007 bei mir ausbilden lassen.

In ihren Praxisräumen führt sie die Untersuchung durch, erstellt Trainings-pläne für die Kinder und arbeitet die Familie in die Übungen ein. Frau Rollwagen hält Vorträge für die Schulfördervereine der Region über den Zusammenhang von Bewegungs- und Lernentwicklung. In Kooperation mit dem TUS Fintel von 1924 e.V. und der Grundschule Fintel führt sie als Diplom- Sportlehrerin zusätzlich zweimal die Woche auch psychomotorische Gruppen durch, für Kinder, die große Schwierigkeiten im Sozialverhalten aufweisen.

 

 


Frau Rollwagen hatte diesen Herbst einen guten Start, da sie die Organisation auf sich genommen hatte, damit ich in Scheeßel eine Elternschulung als Workshop halten konnte – wie ich es sonst in Rastatt mache. Das Interesse von Eltern, Erziehern und Lehrern war groß. Darüber hinaus konnte Frau Rollwagen die Sparkasse Scheeßel dafür gewinnen, dem PSYGA eine Spende von 2500 € zu überweisen, damit von diesem Geld ein Teil der Geräte, die für diesen nördlichen Raum erforderlich sind, gekauft werden können. So können jetzt Eltern, Kindergärten und Schulen aus dieser Region sich die Geräte für das Training der Seh- und Hörverarbeitung direkt in dem Fintelner Institut zu den üblichen PSYGA-Bedingungen ausleihen. Nochmals herzlichen Dank für diese großzügige Spende!.

Um die gesamte Organisation zu erleichtern, hat Frau Rollwagen die Leitung der Regionalgruppe Nord übernommen. Somit haben wir nun – neben der Hauptstelle in Rastatt – folgende Regionalgruppen:

Baden- Württemberg 

Helga Würz

Erich-Kästner-Str. 19

72461 Albstadt

 

Rheinland-Pfalz

Dr. med. B. Meinhardt

Hauptstr. 22

55487 Sohren

Regionalgruppe Nord

Bettina Rollwagen

Lauernbrücker Str. 8

72389 Fintel

Für den Raum Würzburg gibt es ebenfalls personelle Neuerungen.

Frau Biehler-Meissner stellt sich selbst vor:

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Mein Name ist Anne Biehler-Meissner. Ich bin 53 Jahre alt und lebe mit meinem Ehemann und unseren drei Kindern in Marktheidenfeld, etwa 35 km von Würzburg entfernt.

1999, genauer im März desselben Jahres lernten wir Frau Dr. Kannegießer-Leitner persönlich kennen, denn mein Mann und ich besuchten eine ihrer Elternfortbildungen in Rastatt. Kurze Zeit später nahmen wir mit unserem Sohn, der von Geburt an eine spastische Halbseitenlähmung hat, den ersten Termin in ihrer Praxis wahr. Durch das intensive Training im Rahmen der Psycho-motorischen Ganzheitstherapie, welches wir zu Hause mit ihm durchführten, jeweils nach einem für ihn von Dr. Kannegießer-Leitner erarbeiteten Therapieprogramm, machte unser Sohn Jahr für Jahr Fortschritte. Heute bewältigt er seinen Alltag nahezu normal. 2007 bot mir Frau Dr. Kannegießer-Leitner eine Zusammenarbeit – nach entsprechender Ausbildung in ihrer Praxis – an. Diese Ausbildung habe ich im Juni 2008 abgeschlossen. Heute arbeite ich als "Co-Trainerin" der Psychomotorischen Ganz-heitstherapie, was bedeutet, dass ich mit Kindern, denen Frau Dr. Kannegießer-Leitner das Trainingsprogramm ausgearbeitet hat, zu Hause diese Übungen durchführe. Dies kann z.B. dann sinnvoll sein, wenn die Eltern hierzu im Alltag zu wenig Zeit haben oder auch wenn die Motivation der Kinder durch die eigenen Eltern im Familienalltag nicht immer so glatt abläuft, wie es wünschenswert wäre. Der zeitliche Rahmen meiner Arbeit mit dem jeweiligen Kind kann individuell abgesprochen werden.

 


Die Adressen von Frau Rollwagen, von Frau Biehler-Meissner, aber auch die der bereits bekannten Kolleginnen, die mit der Psychomotorischen Ganzheitstherapie arbeiten, finden Sie auf unserer Homepage. Gleiches gilt auch für die Vorträge und Elternkurse, die im Rahmen der Psychomotorischen Ganzheitstherapie abgehalten werden:

Mit der Einladung, doch immer mal wieder auf unserer Homepage www.foerdervereinpsyga.de vorbeizuschauen, verweise ich auch auf das regelmäßig besprochene Spiel des Monats sowie das Buch des Monats. Hier suchen wir Spiele und Bücher heraus, die sehr gut zum Einsatz der Psychomotorischen Ganzheitstherapie passen und diese somit ergänzen können.

Stichworte:

Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Kurzzeitunterbringung

Im Folgenden möchte ich auf ein Thema eingehen, über das viele ein bisschen, aber auch viele Betroffenen noch zu wenig wissen, so dass ihnen hierdurch Nachteile entstehen:

Wenn ein behinderter Mensch zu Hause lebt und gepflegt wird, erhält die Pflegeperson je nach Pflegebedürftigkeit des Behinderten Pflegegeld Stufe 1, 2 oder 3. Zusätzlich erhält sie Einzahlungen für ihre Rentenversicherung. Die Einstufung richtet sich nach dem täglichen und nächtlichen Pflegeaufwand. Hierzu gibt es jeweils Broschüren, die bei den Pflegekassen erhältlich sind und alles erklären.

Doch wie sieht es aus, wenn die Pflegeperson verhindert ist?

Vorneweg möchte ich darauf hinweisen, dass auch meine Ausführungen nicht vollständig sein können. Ich verweise Interessierte zusätzlich noch an ihre Pflegekasse, an die örtliche Lebenshilfe oder ähnlich tätige Organisationen oder auch an das zuständige Arbeits- und Sozialministerium des entsprechenden Bundeslandes, z.B. in Baden-Württemberg über folgende Adresse: Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg, Schellingstr. 15, 70174 Stuttgart, Tel. 0711/123-0 – www.sozialministerium-bw.de. Meine Darstellungen sollen dazu dienen, dass Sie die richtigen Fragen stellen können, damit Sie die Hilfe und Unterstützung erhalten, die Sie brauchen.

Fällt die Pflegeperson aus (durch Krankheit, Urlaub oder ähnliches), gibt es drei Möglichkeiten, wobei diese hier für die Pflege von Behinderten mit Pflegestufe 3 erläutert werden:

a) Familienangehörige des Behinderten – Verwandte 1. Grades oder verschwägerte Personen – springen ein.

Soweit diesen Personen – verwandt oder verschwägert – notwendige Aufwendungen entstehen, können von der Pflegekasse maximal 1470,00€ pro Jahr übernommen werden. Ein Nachweis ist erforderlich. Diese Aufwendungen betreffen z.B. Fahrtkostenn oder auch Verdienstausfall.

b) Andere Personen leisten diese Verhinderungspflege.

- Diese anderen Personen können entfernte Familienmitglieder, Nachbarn, Freunde oder andere sein, die den Behinderten in dessen häuslicher Umgebung betreuen und pflegen oder ihn zu sich nach Hause holen.

- Eine Qualifikation der Pflegeperson ist nicht erforderlich.

- Für diese Verhinderungspflege – stundenweise oder über mehrere Tage – werden 1470,00 € pro Jahr gezahlt. Der Entgelt von 1470,00 € pro Jahr ist zu versteuern und ist krankenversicherungspflichtig – je nach Gesamtverdienst.

c) Eine Kurzzeitunterbringung in einem Heim ist erforderlich.

- Bei Heimunterbringungen stehen dem Behinderten 1470,00 € (maximal 28 Tage) an Kosten für die Verhinderungspflege und zusätzlich 1470,00 € (maximal 28 Tage) an Kosten für eine stationäre Kurzzeitpflege zu.

- Nur Heime, die Pflegeheime sind, können diese maximal 1470,00 € als Kurzzeitpflege abrechnen.

- Alle anderen Heime rechnen die entstandenen Kosten als Verhinderungspflege ab.

- Bei der stationären Unterbringung sind in der Regel die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (sogenannte Hotelkosten) sowie weitere Zusatzleistungen selbst zu tragen. Diese können bei dem jeweiligen Heim erfragt werden.

- Welche Beträge bei einer Heimunterbringung vom Pfölegegeld abgezogen werden, ist bei der jeweiligen Pflegekasse nachzufragen.

- Bei Behinderten mit Pflegestufe 3 muss eine Nachtwache im Heim zuständig sein – unabhängig davon, ob es sich um Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege handelt. Lediglich eine Nachtbereitschaft reicht nicht aus. Dies wird von der Heimaufsicht so gefordert. Allerdings müssen diese Nächte nur bei Bedarf – also nur dann, wenn Personen mit Pflegestufe 3 aufgenommen sind - mit Nachtwachen abgedeckt werden, nicht das ganze Jahr über.

d) Zusätzliche Betreuungsleistungen

Seit 1.7.2008 gibt es sogenannte zusätzliche Betreuungsleistungen. Diese Unterstützungsform ist gedacht für altersverwirrte, geistig behinderte und psychisch kranke Pflegebedürftige. Der zusätzliche Betreuungsbetrag von 100 bis 200 € monatlich ist zweckgebunden für Tages-/Nachtpflege, Kurzzeitpflege oder für qualitätsgesicherte aktivierende Betreuungsangebote. Informationen hierzu erhält man am besten von der Pflegekasse, an die auch der Antrag zu stellen ist.

Zusammenfassung:

Es gibt den Begriff Verhinderungspflege, wenn Nichtfamilienmitglieder den Behinderten pflegen und betreuen. Jedoch auch, wenn eine Kurzzeitunterbringung im Heim erfolgt, heißt dies dann Verhinderungspflege (und wird aus demselben Topf gezahlt), wenn dies kein Pflegeheim ist. Nur Pflegeheime können eine solche Kurzzeitunterbringung als Kurzzeitpflege (und dann aus diesem Topf) abrechnen. Diese Betreuungsleistungen werden über die Pflegekasse finanziert. Inwieweit zusätzlich vom Behinderten zu tragende Kosten (z.B. Hotelkosten, s.o.) anfallen, muss jeweils erfragt werden.

Ich bedanke mich bei Frau Wurschke/Pflegekasse der Techniker Krankenkasse und bei Frau Griehn, Leiterin des Martinshauses in Berghausen (Diakonie), sowie bei Herrn Fritz, Geschäftsführer der MWW Rastatt (Lebenshilfe), für die Informationen, die sie mir zu diesem Thema gegeben haben.

Der PSYGA ist die Anlaufstelle für alle Ärzte, Therapeuten, Lerntrainer und Co-Trainer, die nach der Psychomotorischen Ganzheitstherapie arbeiten. Über den PSYGA können die Patienten die erforderlichen Geräte ausleihen. Diese Geräte sind teuer, so dass es etlichen Familien schwer fallen dürfte, sie zu kaufen. Auch benötigt man ein solches Gerät manchmal nur für relativ kurze Zeit. Wird das Ausleihen über den PSYGA organisiert, kann die Familie obendrein leichter von einem zum anderen Gerät wechseln. Auch Kindergärten und Schulen können über den PSYGA Trainingsgeräte ausprobieren und so herausfinden, ob sich eine Anschaffung lohnt. Dies sind alles Gründe, warum ein Förderverein wie der PSYGA seine Berechtigung hat – und auch warum wir auf Ihre Spenden angewiesen sind.

Wir wünschen Ihnen allen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das Neue Jahr.

Auch für 2009 bitten wir Sie:

Helfen Sie uns, damit wir anderen helfen können.

Dr. med. Christel Kannegießer-Leitner

 

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PSYGA-Nachrichten für das Jahr 2007

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Mitstreitern, Helfern, Mitgliedern und Spendern bedanken, die dazu beigetragen haben, unsere Aktivitäten des Jahres 2007 zu verwirklichen!

Es war für uns ein arbeitsreiches, aber ruhiges Jahr – zumindest für die meisten von uns. Denn wir haben inzwischen eine Homepage. Und diese Homepage wurde hauptsächlich und so gut wie ausschließlich von unserem Vorstandsmitglied Helga Würz aus Albstadt erarbeitet. So fange ich diese PSYGA-Nachrichten gleich mit einem dicken Dankeschön an, denn ohne Frau Würz wären wir noch längst nicht so weit!!!

Hier unsere Adresse – als Einladung, doch mal „vorbeizuschauen“. Anregungen sind erwünscht:            www.foerdervereinpsyga.de

 

In unserer Homepage stellen wir u.a. auch Geräte, Hilfsmittel und Spiele vor, die zwar nicht unbedingt speziell für die Psychomotorische Ganzheitstherapie geschaffen worden sind, sich aber doch hervorragend in diese Art der Förderung integrieren lassen. Also noch ein Grund mehr, diese Homepage aufzusuchen. An dieser Stelle nur eine kleine Auswahl, die das Interesse wecken soll…………

 

                                       

 

                                        Galileo-Vibrationstrainer

 

 

 

                                          Language-Master

                                                         

                                               

                                             Motomed

                                  

                        

                

                                      NF-Walker

                                             

 

Im Mai 2007fand  zum ersten Mal in Rastatt  ein Abend ausschließlich zur Ehrung von in Vereinen ehrenamtlich Tätigen statt 250 Vereine gibt es in Rastatt. Jedes Jahr sollen ab jetzt aus 50 Vereinen ehrenamtlich Tätige geehrt werden. Der PSYGA wurde gleich in dieser ersten Runde ausgewählt.Wir erkoren Herrn Bohrmann, der uns – wie bereits in früheren PSYGA-Nachrichten  berichtet – bei der Konstruktion und bei dem Bau unseres Kreuzmuster-Trainers so viel geholfen hat. Ihm ist es zu verdanken, dass dieses Gerät inzwischen 35 mal gebaut wurde und nach wie vor regelmäßig von betroffenen Familien ausgeliehen werden kann, damit sie so ohne weitere Hilfspersonen Krabbelübungen mit ihrem behinderten Kind machen können

 

Der Bedarf nach kompetenter Anleitung im Umgang mit ADS-Kindern und LRS-Kindern ist da. Die Nachfrage nach Vorträgen in diesem Bereich nimmt zu. So wurden 2007 mehrere Vorträge über die Psychomotorische Ganzheitstherapieorganisiert. In der letzten Zeit sind es nun nicht mehr nur Vorträge, die in unmittelbarer Nähe einer der Praxen für Psychomotorische Ganzheitstherapie nachgefragt werden, sondern auch in weiter entfernten Regionen, z.B. Harsewinkel bei Gütersloh, Witten, Lübeck, in der Umgebung von Freudenstadt mit Lossburg und Alpirsbach, in Würzburg sowie Umgebung (Kürnach und Marktheidenfeld), mehrere Vorträge im Hunsrück oder auch z.B. ein Vortrag anlässlich des Motopädenkongresses  in Frankfurt.

 

Hier ein Foto nach dem Vortrag im September in Alpirsbach, der, obwohl es der 3. in dieser Gegend war, sehr gut besucht war.

 

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Die Rektoren der Grundschule und der Haupt/Realschule, Frau Dworsky und Herr Hack, in der Mitte

Frau Dr. Kannegießer-Leitner

 

 

 

 

 Das Interesse der Eltern und Lehrer war sehr groß, so dass hoffentlich vieles von dem Gelernten im schulischen Alltag umgesetzt werden wird. Über einen pädagogischen Tag im Rahmen der Psychomotorischen Ganzheitstherapie, wie er z.B. im Gymnasium Marktheidenfeld abgehalten wurde, lässt sich (hoffentlich!) erreichen, dass die Lehrkräfte einzelne Inhalte im schulischen Alltag berücksichtigen, so dass die betroffenen Kinder eine spezielle Förderung erhalten und die Lerninhalte besser vermittelt werden können.

 

Da der PSYGA zwar seinen Hauptsitz in Rastatt hat, aber letztendlich doch überregional arbeitet, haben wir 3 Regionalgruppen ins Leben gerufen. Diese Regionalgruppen verteilen sich wie folgt:

 

Die Regionalgruppe West wird von Dr. Meinhardt geleitet: Hauptstr. 22, 55487 Sohren

Die Regionalgruppe Ost wird von Frau Dr. Sörgel geleitet: Arneburgerstr. 23, 39576 Stendal

Die Regionalgruppe Süd von Frau Würz: Erich-Kästner-str. 19, 72461 Albstadt

 

Die Aufgabe dieser Regionalgruppen ist es, vor Ort zu agieren – mit dem Organisieren von Vorträgen, Benefizveranstaltungen und vielleicht noch vielem mehr.

 

Da das Interesse an der Psychomotorischen Ganzheitstherapie wächst, nicht nur von Seiten der Schulen, sondern auch insbesondere von Seiten der betroffenen Familien, reichen die momentan vorhandenen Praxen nicht mehr aus. Die Wartezeiten sind zu groß geworden. Insofern freue ich mich sehr, dass ich nun beginnen konnte, zusätzliche Therapeutinnen aus der weiteren Umgebung und auch Lehrkräfte einzuarbeiten.Ich habe einen Ausbildungskatalog mit Vorgaben bezüglich weiterer Fortbildungen, aber auch erforderlicher Hospitationen und Supervisionstagen erarbeitet, so dass ich guten Mutes bin, hier eine Ausbildungsarbeit leisten zu können, von denen betroffene Familien profitieren können.

 

Am 2.11.07 war die erste Runde eines Ausbildungskurses in Rastatt.

 

Zu guter Letzt:

 

           

Am 25. November bekam der PSYGA anlässlich einer Benefizveranstaltung in den Räumlichkeiten des Mercedes-Kundencenters einen Scheck über 1000,00€ überreicht. Herr Peter Schreck, der Vorsitzende des Fördervereins Star Care Baden e.V., übergab den Scheck. Star Care Baden e.V. ist ein Förderverein, der von Mitarbeitern der Daimler AG der Werke Rastatt und Gaggenau sowie der Mercedes-Benz Niederlassung Baden-Baden gegründet wurde. Sein Hauptziel ist, hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen zu helfen. An dieser Stelle möchte sich der Vorstand des PSYGA nochmals bei Star Care für diese finanzielle Unterstützung sehr herzlich bedanken. Wir konnten so die Stückzahl unserer im Verein eingesetzten Lateraltrainer (Abbildung siehe Titelseite) erhöhen und hierdurch eine längere Trainingszeit bei den einzelnen Kindern erreichen.

 

Diese Spende und das glückliche Gefühl, doch immer wieder Personen und Organisationen zu finden, die unsere Arbeit schätzen und auch finanziell unterstützen, lässt uns dankbar und optimistisch in das Jahr 2008 blicken.

 

Darum helfen Sie uns mit Spenden oder, indem Sie Mitglied (Beitrittserklärung links) werden, oder mit Aktivitäten zu Gunsten des PSYGA.

Helfen Sie uns, damit wir anderen helfen können.

Wir wünschen Ihnen allen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das Neue Jahr.

                                               Für den Vorstand

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PSYGA-Nachrichten für das Jahr 2006

Liebe Mitglieder, liebe Freunde des PSYGA!

Noch im „alten“ Jahr erreichte uns eine schöne und aufmunternde Nachricht: Der PSYGA gehörte zu den 3 Rastatter Vereinen, die mit der Gustav-Heinemann-Medaille ausgezeichnet werden sollten.

 

 

 

 Frau Dr. Kannegießer-Leitner bei der Entgegennahme der Gustav-Heinemann-Medaille.

 

Kommunale Bürgeraktionen 2005

Drei Vereine ausgezeichnet

(v I) Annegret Klimek (ORK Orts verein Rastatt), Heidi Voigt (Mon­tessori), OB Kalus-Eckhard Walker und Or Christel Kannegießer­Leitner (PSYGA) Foto Pressestelle

Oberbürgermeister Klaus- Eckhard Walker  ehrte jetzt das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Rastatt,  den Montessori Förderkreis Mittelbaden und Murgtal  sowie den Förderverein für psychomotorische Ganz­heitstherapie im Rahmen  des Wettbewerbs zur Aus­zeichnung kommunaler Bürgeraktionen im Jahr 2005.

Die Vertreterinnen der Vereine erhielten aus seinen Händen die Urkunde des Landes Baden-Württem­berg, unterzeichnet von Re­gierungspräsident Dr. Ru­dolf Kühner sowie die Gus­tav-Heinemann-Bürgerme­daille der Stadt Rastatt.

Der DRK-Ortsverein Rastatt bietet seit mehreren Jahren Deutschkurse für Erwachsene an Seit Dezember 2002 finden im Rahmen der DRK-Sozialar­beit außerdem unter der Lei­tung von Claus Bäuerle Alpha­betisierungskurse statt, in de­nen Erwachsene (wieder) lesen und schreiben lernen können. Der Montessori Förderkreis Mittelbaden und Murgtal ist ein gemeinnütziger Verein, der 1997 gegründet wurde Mittlerweile zählt der Verein 98 Mitglieder, davon 78 aktive und 20 Fördermitglieder. Vor­sitzende ist Heidi Voigt Der Montessori Förderkreis hat sich zum Ziel gesetzt, die Montes­sori-Pädagogik im Landkreis Rastatt zu fördern und zu ver­breiten Der Förderverein für Psycho­motorische Ganzheitstherapie eV (kurz PSYGA) wurde im Jahr 2000 gegründet Vorsit­zende ist Dr. med. Christel Kan­negießer-Leitner. Ziele des Ver­eins sind die Unterstützung von Familien in der Psychomotori­schen Ganzheitstherapie und die Verbreitung der Therapie durch Informationsveranstal­tungen oder Vorträge. Außer­dem werden einzelne Thera­piegeräte, die für die Therapie erforderlich sind und deren Kostenübernahme durch den allgemeinen Leistungskatalog der Krankenkassen nicht ge­währleistet ist, unentgeltlich überlassen.

RAZ 20051 Ausgabe 51152

 

 

Da im Laufe des Jahres 2006 zwei Artikel über die Psychomotorische Ganzheitstherapie – in der FAZ und im RAZ – erscheinen sind und der PSYGA sich auch die Bekanntmachung der Psychomotorische Ganzheitstherapie zum Ziel gesetzt hat, finden sich diese beiden Artikel ebenfalls in der jetzigen Ausgabe der PSYGA-Nachrichten. Aus diesem Grund ist das diesjährige Heft auch ungewöhnlich „dick“. Sollte sich dadurch gar eine Ärztin finden, die sich von dieser Therapieform angesprochen fühlt und sich darin einarbeiten lassen möchte, wäre der Verbreitung der Psychomotorischen Ganzheitstherapie Rechnung getragen – und dem Ziel, die lange Wartezeit auf einen Termin zu verringern, auch!

Doch bevor wir von allen weiteren Aktivitäten des Jahres 2006 berichten, möchten wir uns zunächst bei allen Mitstreitern, Helfern, Mitgliedern und Spendern bedanken, die dazu beigetragen haben, unsere Aufgaben für das Jahr 2006 zu verwirklichen. Alle Spender namentlich aufzuführen, ist gewiss nicht möglich. Stellvertretend möchten wir jedoch zwei nennen, die gleichermaßen durch ihre Großzügigkeit und durch ihr hohes Alter, welches sie rüstig bei bester Gesundheit genießen dürfen, erfreuen: Herr Waldemar Weimer aus Rastatt feiert im diesjährigen Advent seinen 95. Geburtstag, Frau Lotte Mahle aus Freiburg wird ihm dies im Frühjahr 2007 gleichtun. Der PSYGA wünscht alles Gute für die weitere Zukunft.

Auf der folgenden Seite kann man in einem Artikel der BNN Rastatt nachlesen, dass sich nicht nur immer wieder die Presse für die Arbeit des PSYGA interessiert, sondern auch z.B. solche Organisationen bzw. Service-Clubs wie der Rotary-Club Rastatt-Baden-Baden. An dieser Stelle geht nochmals unser ganz herzlicher Dank an den Rotary-Club. Nachzutragen ist an dieser Stelle, dass Marcel durch dieses intensive Hörtraining – zurzeit trainiert er gerade erneut mit dem Lateraltrainer – in seiner Hörverarbeitung und somit auch in der Sprache immer sicherer wird, so dass er inzwischen phasenweise bereits auch mit eher weniger vertrauten Personen spricht.

 

Im Mai 2006 stand eine ganze besondere Veranstaltung an: Elli Kugler veranstaltete mit ihren Tanz- und Gymnastik-SchülerInnen einen Benefiz-Nachmittag in der Badner Halle. Ca. 550 Personen fanden sich als Publikum ein – und waren begeistert.

Begeistert war auch der PSYGA-Vorstand, als wir – wie hier im Bild zu sehen – von Frau Kugler einen Scheck über 1000 € überreicht bekamen. Wir danken Frau Kugler, die alles so hervorragend organisiert und geleitet und die uns die Spende zur Verfügung gestellt hat, sehr herzlich. Wir danken aber auch allen AkteurInnen, denn ohne deren Einsatz wäre alles nicht möglich gewesen.

 

 

Frau Kugler, Fr. Dr. Kannegießer-Leitner und Frau Seilnacht

Auch der Stadt Rastatt gilt unser Dank, denn diese hat uns bei den Kosten für die Badner Halle großzügig unterstützt.  

 

Alle hier erwähnten Angebote und Formen der Unterstützung – aber auch die, über die unter „Zu guter Letzt“ auf der letzten Seite berichtet wird - brauchen wir, um die Arbeit des PSYGA fortsetzen zu können. Mit unserer Arbeit erreichen wir keine Wunder, aber Verbesserungen in kleinen Schritten. Sei es, dass ein schwerstbehindertes Kind früher als ohne diese Unterstützung krabbeln oder gar gehen lernt. Sei es, dass rechtschreibschwache Kinder bei konsequentem Hör- und Kreuzmustertraining ihre Probleme mit der Rechtschreibung nach und nach verlieren – um nur zwei Beispiele zu nennen. Aber wir brauchen auch Ihre ganz persönliche Hilfe als Einzelperson und danken Ihnen schon jetzt für Ihren Einsatz!

 

Mit 6 Jahren gab Felix ein großes Fest: Seine Familie lud Helfer, Freunde; Großfamilie ein – sozusagen alle, die dazu beigetragen haben, dass Felix inzwischen frei gehen kann. Auch der PSYGA hat die Familie unterstützt. Denn wie in den letzten Ausgaben der PSYGA-Nachrichten zu lesen war, hat Felix eifrig mit dem Kreuzmuster-Trainer trainiert und so gelernt zu krabbeln. Doch die Unterstützung war nicht nur einseitig, denn durch mehrere vorweihnachtliche Schupfnudel-Verkaufsaktionen auf dem Weihnachtsmarkt sowie sommerliche Waffel-Verkaufsaktionen, die die Familie von Felix ausgerichtet hatte, hat der PSYGA einiges an Spendengelder erhalten, für die wiederum neue Geräte angeschafft werden konnten. Herzlichen Dank an alle Akteure. Zurzeit trainiert Felix gerade erneut mit dem Lateraltrainer, damit seine Sprache sich bis zur Einschulung 2007 noch möglichst weit verbessert.

 

Michaels Geschichte ist in dem RAZ-Artikel beschrieben. Auch seine Familie freute sich so über die erreichten Fortschritte und die Unterstützung durch den PSYGA, dass seine Großfamilie zu Weihnachten schon das 2. Mal eine Sammelspende tätigte. Wir freuen uns mit ihm und seiner Familie und sagen auch hier ganz herzlich „DANKE!“.

 

Auch für Frank  hat es ein großes Fest gegeben  - sein 18. Geburtstag: Familie, Freunde und treue Helfer waren eingeladen. Der RAZ-Artikel beschreibt Franks Trainingsprogramm, welches ohne diese vielen Therapiehelfer nicht hätte durchgeführt werden können. Frank freute sich riesig über den ganzen Trubel und über die Geschenke, wie man hier an den Luftballons sieht.Geschenkt bekam er auch noch Geld für Reitstunden, mit denen bereits im Reitclub Fohlenweide begonnen wurde: Ein einfühlsamer, geduldiger Reitlehrer und ein gutmütiges Pferd sorgten dafür, dass Frank bereits bei der 1. Stunde äußerst fröhlich auf dem Pferderücken saß. Anlässlich Franks Geburtstages wurde von etlichen Gästen auch der PSYGA mit Geldspenden bedacht. Wenn ein solcher Anlass zu Spenden genutzt wird, freut sich der PSYGA natürlich besonders und bedankt sich sehr.  

 

 

Darum helfen Sie uns mit Spenden oder, indem Sie Mitglied (Beitrittserklärung umseitig) werden, oder mit Aktivitäten zu Gunsten des PSYGA.

 

Helfen Sie uns, damit wir anderen helfen können.

 

Wir wünschen Ihnen allen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das Neue Jahr.

 

Dr. med. Christel Kannegießer-Leitner 

                                         Für den Vorstand


 PSYGA-Nachrichten für das Jahr 2005

Das Jahr 2005 war für den PSYGA eher ein ruhigeres Jahr: Eine Großveranstaltung als Benefizveranstaltung gab es nicht. Jedoch wurden wir weiterhin von unseren Mitgliedern durch ihren Beitrag, durch treue Spender, aber auch durch neu hinzugekommene Spender finanziell unterstützt. Ihnen allen möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen. Denn ohne diese finanzielle Hilfe wäre die Arbeit des PSYGA nicht denkbar. Wiederum dient dieser Jahresbericht als eine Art Rechenschaftsbericht, so dass Sie zumindest im Überblick erfahren können, was wir mit Ihrer Unterstützung erreicht haben. So konnten wir bestehende Aktivitäten ausbauen und weitere hierfür erforderliche Trainingsgeräte kaufen, so dass die Anzahl der Kinder, die hiervon profitieren und die mit diesen Geräten trainieren, sich erneut vergrößert hat.

Bei unserem PSYGA ist alles etwas kleiner als bei anderen Vereinen. Und trotzdem denke ich, kann sich unsere Arbeit sehen lassen. Im April 2005 war unser 5-jähriges Jubiläum. Es gab sicherlich vor der Vereinsgründung des PSYGA Skeptiker, die uns keine solche „lange“ Lebensdauer einräumten. Insofern war dieses Jubiläum für uns ein Anlass zur Freude.

Ansonsten haben wir auf eine Jubiläumsfeier verzichtet, denn eine offizielle Feier kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit - Zeit nicht nur für die Vorbereitung, sondern auch für die Gäste, hier „erscheinen zu müssen“. Über diesen Anlass hinweggehen wollen wir jedoch trotzdem nicht. So möchte sich der Vorstand in diesen PSYGA-Nachrichten mit Fotos vorstellen.

 

 

Seit dem Sommer 2004 setzt sich der Vorstand

des PSYGA folgendermaßen zusammen:

- Vorsitzende: Dr. Christel Kannegießer-Leitner, Rastatt

- Stellvertretende Vorsitzende: Dr. Barbara Meinhardt, Sohren.

- Schriftführerin: Gisela Kunz, Rastatt

- Schatzmeisterin: Sibylle Höfle-Keller, Bischweier

- Beisitzerin: Marianne Seilnacht, Rastatt

- Beisitzerin: Dr. Gudrun Veiel, Rastatt

- Beisitzerin: Helga Würz, Albstadt

 

Nach 5 Jahren ist es nicht nur erlaubt, sondern dringend geraten, Aktivitäten, Abläufe, Ziele und Wünsche kritisch zu hinterfragen.

Zu den Aktivitäten: Hier steht nach wie vor das Leihverfahren von Trainingsgeräten im Vordergrund. Hauptsächlich sind dies: Brain-Boy-Universal (insgesamt 111 in der langsamen und der Standard-Version), Lateraltrainer (32 mit Arbeitsmaterialien) zum auditiven Wahrnehmungstraining und somit zur Sprachverbesserung, zur Verbesserung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche und zur Minderung von Aufmerksamkeitsproblemen (ADS/ADHSD). Der Kreuzmuster-Trainer (32) wird eingesetzt, um mit schwerstbehinderten Kindern das Krabbeln zu trainieren: Nur 1 Helfer ist erforderlich, sodass das schwierige Organisieren von Helfern für diese Übung entfällt. Nebenbei: Lesen Sie einmal die PSYGA-Nachrichten vom vergangenen Jahr mit den damaligen Zahlen! Dann wissen Sie, warum wir uns über die Vereinsentwicklung freuen und warum wir darüber sehr dankbar sind.

An den Abläufen haben wir viel gefeilt, sind inzwischen auch ganz zufrieden damit. Es ist bei dieser großen Anzahl von Geräten eine regelrechte Logistik erforderlich, um diese Verleih-Aktivitäten am Laufen zu halten: Die Familien schließen mit dem PSYGA einen Vertrag für eine gewisse zeitliche Dauer und überweisen die Bearbeitungsgebühr, die jeweils im Vergleich zum Kaufpreis und auch unter der Berücksichtigung der Lebensdauer der Geräte recht gering ist. Zusätzlich erhalten wir eine Einzugsermächtigung über den Neukaufpreis des Gerätes. Diese Einzugsermächtigung dient nur als Kaution, falls wir das Gerät nicht zurückerhalten sollten. Man glaubt es kaum. Aber sage und schreibe zweimal haben wir davon Gebrauch machen müssen. Wenn ich bedenke, wieviele Familien sich über ganz Deutschland verteilt Geräte über den PSYGA ausleihen, bin ich über diese geringe Zahl sehr glücklich. Denn alles, was in diesem Bereich nicht rund läuft, sind „unnötige“ Arbeitsstunden für uns Vorstandsmitglieder. So freuen wir uns immer, wenn Familien von sich aus an die Rückgabe der Geräte oder an die Verlängerung der Zeiten denken. Denn auch die Erinnerungsscheiben kosten Zeit und Geld, was man sonst anderweitig einbringen könnte.

So sind wir bei den Zielen und Wünschen angekommen: So bescheiden wie wir angefangen haben, haben wir schon viel mehr erreicht als wir uns vorher vorgestellt hatten. Doch natürlich wachsen mit dem Erreichten die Wünsche. So bleibt unser ganz pragmatisches alltägliches Ziel,diesen Verleihmodus so einfach wie möglich zu halten – s. o. Zu diesem Zweck steht z.B. auf jedem Therapieplan als letzter Absatz (in großen Lettern, hier nur stark verkleinert): 

Ein Hinweis in Sachen Förderverein für Psychomotorische Ganzheitstherapie / PSYGA:

 

Haben Sie sich jetzt ein Gerät über den Förderverein für Psychomotorische Ganzheitstherapie  ausgeliehen? Dann denken Sie bitte daran, dem Verein in den nächsten Tagen die Bearbeitungsgebühr zu überweisen und zwar bitte auf das Vereinskonto, siehe Vertrag. Ist dies bereits geschehen, besten Dank.

Sollte in der Zwischenzeit bis zum nächsten Vorstellungstermin (eventuell auch bedingt durch eine Verschiebung des Vorstellungstermins) Ihre Leihfrist für eines der PSYGA-Trainingsgeräte auslaufen: Benachrichtigen Sie bitte den Verein, wenn Sie die Leihfrist (über eine erneute Bearbeitungsgebühr) verlängern wollen bzw. schicken Sie das Gerät rechtzeitig zurück. Sie helfen uns auf diese Weise, Zeit und auch Portogeld für die Erinnerungen zu sparen.

 

Der Rückgabetermin Ihres Gerätes steht auf Ihrem Vertragsexemplar 

 

 

Die weiteren Ziele und Wünsche orientieren sich natürlich daran, dass wir mehr Familien und auch Schulen und Kindergärten ermöglichen wollen, sich diese Geräte auszuleihen (denn der Bedarf steigt). Zusätzlich wäre es sicherlich in etlichen Fällen hilfreich, wenn die Ausleihzeit verlängert werden könnte. Auch hierzu sind noch weitere Geräte erforderlich. Also dürfen wir uns nicht bequem zurücklehnen, sondern müssen weiterhin durch unsere Arbeit überzeugen und so erreichen, dass sich Spender finden.

Um dies überregional noch besser zu erreichen, wird es ab 2006 Regionalgruppen geben. Frau Dr. Meinhard wird der Regionalgruppe West vorstehen, Frau Dr. Sörgel der Regionalgruppe Ost und Frau Würz der Regionalgruppe Süd. Ich selbst übernehme keine weitere Regionalgruppe, sondern behalte den Vorsitz über den Gesamtverein mit Sitz in Rastatt. 

 

 

 

Wie viel Arbeit und Training (sowie Geduld und gute Nerven) es benötigt, ein Trainingsprogramm durchzuziehen, so dass effektive Fortschritte, die dem Kind und der Familie das Leben erleichtern, beschreibt Frau Dr. Meinhardt in ihrem folgenden Bericht über die Förderung und Entwicklung ihres Sohnes Tobias, einem Jungen mit Asperger-Autismus.

 

Tobias hatte als Zwillingsfrühchen mit einem Geburtsgewicht von 1380 g in der 29. SSW schon keine guten Startbedingungen.

So begannen die ersten Schwierigkeiten auf der Kinderintensivstation mit Atemnotsyndrom, Darminfektionen und Bluttransfusionen.

Zunächst schien uns die frühkindliche Entwicklung unauffällig. Er lernte das Greifen, Robben (homolateral), Krabbeln und das freie Laufen dann mit 16 Monaten.

Auch die Sprachentwicklung war nicht besonders auffällig. Lediglich fiel ihm der Kontakt zu anderen Kindern auffallend schwer. Schon in der Krabbelgruppe wirkte T. ängstlich und reagierte in Unsicherheit zunächst aggressiv. Wir schoben dies der ohnehin nicht einfachen Zwillingsbeziehung zu. Mit ca. 1 Jahr fing eine Periode immer wiederkehrender Mittelohrentzündungen an, in der  sich seine Entwicklung deutliche verlangsamte. Erst mit ca. 21 Monaten ließen wir dann eine Paukendrainage legen, die direkt Erleichterung brachte. Von  nun an ging es zunächst aufwärts. Weiterhin schwierig blieb die soziale Entwicklung, auch ließ sich Tobias nicht gerne festhalten, noch entwickelte er eine Bindung. Auch gefremdelt hatte er als Baby nicht. Kuscheltiere bedeuteten ihm nichts. Mit seinem Zwillingsbruder verstand er sich nicht besonders gut.

Eine Vorstellung in der Sozialpädiatrie brachte uns einen neuen Erziehungsratgeber ins Haus und den Rat abzuwarten. Er verkrampfte häufig mit geballten Fäusten und gekrallten Zehen. Gleichzeitig schaukelte er sich in schwierigen Situationen im Vierfüßlerstand hin und her. Am Tisch blieb er entweder nicht sitzen oder war plötzlich völlig geistig abwesend. Wir förderten T. individuell mit Musik und Bewegung, Kinderturnen, psychomotorischem Förderturnen, begannen eine sozialpädagogische Familienhilfemaßnahme mit Versuch einer Integration in eine Kindergruppe. Im Kindergarten zog sich Tobias in dieser Zeit extrem zurück und verbrachte die Tage in einer Hängematte oder hüpfte rhythmisch auf und nieder.

Malen und Basteln interessierten ihn nicht. Seine Bilder waren Farbkompositionen, die entweder mit Schwarz übermalt wurden oder unvollendet blieben. Projekte, Themenarbeit blieben für ihn unerschließbar. Im Einzelkontakt war er inzwischen besser führbar, im Gruppenkontakt blieben seine Reaktionen schwierig, was nicht gerade Freunde brachte. Vor Einschulung wurde er nochmals in der Sozialpädiatrie vorgestellt, diesmal erbrachte die Diagnose keine Erziehungsschwierigkeiten sondern ein schweres ADS mit deutlicher Entwicklungsverzögerung. Eine Intelligenztestung zeigte einen grenzwertigen Befund, der Test musste wegen zu großer Belastung abgebrochen werden. Auf eine Einschulung sollte verzichtet werden. T. wollte unbedingt in die Schule. Er sah darin wohl die Chance dem undurchsichtigen Kindergarten mit offenem Gruppensystem zu entkommen.

Unter der Situation kleiner Klassen und guter Startbedingungen durch eine einfühlsame Lehrerin wagten wir die Einschulung.

Das Blatt wendete sich, als ich das Buch von Frau Dr. Kannegießer-Leitner in die Hände bekam. Rasch nahmen wir Kontakt auf und knieten uns in die Materie, Tobias mit dieser Methode zu fördern. Die Auswirkungen waren deutlich sichtbar. Tobias entwickelte sich zu einem gut führbaren friedlichen Kind, was endlich eine innere Bindung an uns fand. Die innere Strukturierung zeigte sich rasch. So erfolgte unter der PMG die Kreuzmusteranbahnung innerhalb von 6 Wochen. Die zentrale Hörwahrnehmung trainierten wir mit dem Brain-Boy-Universal ca. 3 Monate bis zur Normwerterreichung. Diese Low-Level-Funktionen blieben auch nach Absetzen des Trainings konstant im Normbereich. Im zweiten Schuljahr untersuchten wir im Rahmen der Kooperation mit dem Blicklabor Freiburg die Blicksteuerung und Simultanerfassung. Hier war lediglich die Simultanerfassung zu trainieren, doch bei der Blicksteuerung trat ein für das Freiburger Labor ungewöhnlicher Zustand auf. Tobias war nicht mehr ansprechbar und musste regelrecht erweckt werden.

                               

                                      

Es erfolgte darauf nochmals in der Kinder- und Jugendmedizin ein Vorstellungstermin mit der endgültigen Diagnosestellung einer Autismus-Spektrum-Störung. Unter der Frage, ob wir nun zu spät mit dieser Diagnose dran seien, meinte der behandelnde Arzt, T. sei extrem gut gefördert, man hätte diese Störung kaum anders behandeln können.

Inzwischen macht Tobias auch sozial deutliche Fortschritte, profitiert auch von einer leichten medikamentösen Behandlung und wird intermittierend weiter nach der PMG gefördert. Er ist nun in der 4. Grundschulklasse, hat einen erneuten Intelligenztest mit deutlicher Verbesserung abgeleistet und gilt als normal begabt. Durch die Diagnose der ASS (Autismus-Spektrum-Störung) wurde auf eine Bewertung im Notensystem verzichtet, er wird gelegentlich mündlich geprüft und die Hausaufgaben dürfen von uns an seine Fähigkeiten angepasst werden. Zurzeit absolviert er noch eine Matheförderung und soll demnächst mit dem Lateraltraining (Einsatz des Lateraltrainers als Hör- und Lesetraining) beginnen. Seine Sprachverarbeitung ist durch den Autismus geprägt und stellenweise, vor allem bei abstrakten Begriffen, für ihn schwer umsetzbar. Dies erfordert eine intensive Begleitung des Lernprozesses unsererseits und auch von Seiten des Lehrers. Ich bin stolz darauf, wie gut sich unser Sohn entwickelt hat, auch im Hinblick auf Freundschaften.

Verdanken dürfen wir dies nicht zuletzt der Förderung durch die PMG.

Wir sind froh auch in der bisherigen Schullaufbahn auf viele verantwortungsbewusste Pädagogen getroffen zu sein, die unseren Sohn mit fördern und aufgeschlossen für unsere Probleme sind, ja uns entsprechend begleiten.

Vielen Dank auch Frau Dr. Kannegießer-Leitner für ihren unermüdlichen Einsatz bei den „Grenzkindern“ unserer Schulklassen.

 Dr. Barbara Meinhardt

 

Da wir alle im Praxisalltag erleben, wie wichtig verständnisvolle und gut ausgebildete Pädagogen – sei es im Kindergarten oder in der Schule - sind, freuen wir uns sehr darüber, dass das Projekt „PSYGA in der Schule“ weiterhin besteht. Dieses Projekt dient zum Erfahrungsaustausch, inwieweit bei entwicklungsauffälligen Kindern Übungen in den Kindergarten- bzw. Schulalltag integriert werden können und wie dies am besten zu erreichen ist. Der letzte Termin 2005 war am 25.11.05. Falls gewünscht können auch in diesem Fall von interessierten Kindergärten oder Schulen Trainingsgeräte ausgeliehen werden.

 

Am Ende eines Jahres fragt man sich unweigerlich, wie das nächste wohl werden wird. Der Ausblick auf 2006 stimmt uns vom PSYGA hoffnungsvoll und optimistisch. Denn wiederum stehen 2 größere Benefizveranstaltungen an, die ich Ihnen schon jetzt wärmstens as Herz legen kann.

Am 13.5.2006 um 18.00 Uhr findet eine Benefizveranstaltung des Tanzstudios Kugler/Rastatt statt: Ballett und Jazztanz, dargeboten von großen und kleinen Künstlern, zu Gunsten des PSYGA. Wie ich von Frau Kugler weiß, sind die Akteure bereits intensiv am trainieren, um ihr Publikum mit diesem Tanzabend in der Badener Halle zu erfreuen. Auch der Kammermusikkreis Rastatt plant wieder ein Benefizkonzert für den Herbst 2006 zugunsten des PSYGA. Auf dem Programm steht wohl u.a. die Peer-Gynt-Suite. Musikern und Tänzern sagen wir schon jetzt unseren herzlichen Dank für die Idee und die geleistete Arbeit.

 

Solche Angebote und Formen der Unterstützung brauchen wir, um die Arbeit des PSYGA fortsetzen zu können. Mit unserer Arbeit erreichen wir keine Wunder, aber Verbesserungen in kleinen Schritten.

Sei es, dass ein schwerstbehindertes Kind früher als ohne diese Unterstützung krabbeln oder gar gehen lernt. Sei es, dass rechtschreibschwache Kinder bei konsequentem Hör- und Kreuzmustertraining ihre Probleme mit der Rechtschreibung nach und nach verlieren – um nur zwei Beispiele zu nennen.

 

 

Darum helfen Sie uns mit Spenden oder, indem Sie Mitglied  werden, oder mit Aktivitäten zu Gunsten des PSYGA.

 

 

Helfen Sie uns, damit wir anderen helfen können.

 

Wir wünschen Ihnen allen eine gesegnete Weihnachtszeit und ein frohes Neues Jahr

 

 

 

Dr. med. Christel Kannegießer-Leitner

Für den Vorstand