Folgende Artikel finden Sie hier:
III. Artikel über die Psychomotorische Ganzheitstherapie in der Zeitschrift RAZ
II. Buchbesprechung
Ihr könnt mir wirklich helfen - Psychomotorische Ganzheitstherapie
für entwicklungsauffällige und mehrfach behinderte Kinder
von Helga Würz
I. Buchbesprechung des Buches
Ihr könnt mir wirklich helfen - Psychomotorische Ganzheitstherapie
von Corinna Kirchner-Müller
Weitere Artikel über diese Therapieform finden Sie auf der Homepage des Fördervereins für Psychomotorische Ganzheitstherapie
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III. Artikel über die Psychomotorische Ganzheitstherapie in der Zeitschrift RAZ
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II. Buchbesprechung
"Ihr könnt mir wirklich helfen"
Psychomotorische Ganzheitstherapie für entwicklungsauffällige und mehrfach behinderte Kinder
erschienen im Pflaum-Verlag
Autorin: Christel Kannegießer-Leitner
Format/Ausstattung: 176 Seiten mit 66 Abbildungen, kartoniert
Erscheinungsdatum: 2002
ISBN: 3-7905-0763-6
Preis: EUR 23,50
Buchbeschreibung:
Bei Frau Dr. Kannegießer-Leitner handelt es sich um eine sehr interessante und engagierte Ärztin.
Fr. Dr. Christel Kannegießer-Leitner hat die Psychomotorische Ganzheitstherapie
entwickelt und hierüber auch ein Buch geschrieben. Das Buch heißt "Ihr könnt mir
wirklich helfen" und ist im Pflaum Verlag erschienen.
Frau Dr. Kannegießer-Leitner eine eigene Praxis in Rastatt, ist selbst Mutter eines behinderten Kindes und hat noch einen Förderverein gegründet, um Kindern die Psychomotorische Ganzheitstherapie zu ermöglichen, deren Eltern nicht immer das Geld für entsprechende Therapiegeräte oder Therapiehelfer aufbringen können.
Die von ihr entwickelte Psychomotorische Ganzheitstherapie unterscheidet sich von anderen anerkannten Therapieformen für behinderte und entwicklungsauffällige Kinder weniger in den einzelnen Übungen, als durch die spezielle Vorgehensweise:
Die betroffenen Familien suchen dabei zwei- bis viermal pro Jahr eine therapeutische Praxis auf. Der Therapeut untersucht den Entwicklungsstand des Patienten bezüglich seiner Stärken und Einschränkungen und erarbeitet aus diesen Erkenntnissen ein individuelles Therapieprogramm für zuhause. Die Familie wird in der Praxis gründlichst in die Durchführung dieses Therapieprogrammes eingearbeitet.
Die Therapie zuerfällt somit nicht in Einzelelemente (Physiotherapie, Ergotherapie, Logotherapie etc), sondern ist interdisziplinär. Überschneidungen werden vermieden, Fortschritte in einem Bereich können für einen anderen nutzbar gemacht werden.
Frau Dr. Kannegießer-Leitner Ärztin, Autorin und selbst Mutter eines behinderten Sohnes konzipierte die Psychomotorische Ganzheitstherapie aus der Erfahrung heraus, wie zeitraubend die häufigen Besuche bei verschiedenen Therapeuten sind und wie wichtig es ist, Zeit zu gewinnen für das tägliche Üben mit dem Kind.
Die Psychomotorische Ganzheitstherapie kann nicht nur zur Förderung behinderter Kinder eingesetzt werden, sondern auch bei Kindern mit minimalen Teilleistungsstörungen (z.B. Lese-Rechtschreib-Schwäche) und auch bei Erwachsenen.
Das Buch "Ihr könnt mir wirklich helfen" ist ein medizinisches Fachbuch, welches sich an Eltern, Therapeuten, Ärzte und Pädagogen wendet, also kein alltäglicher Buchtyp.
Denn häufig trifft man auf die Meinung von Fachleuten, dass Eltern sich überfordert fühlen oder das Verhältnis zu ihrem Kind gestört würde, wenn sie sich konsequent und intensiv in die Förderung ihres Kindes einbringen, unabhängig davon, ob dieses Kind behindert oder entwicklungsauffällig ist.
Dass dem nicht so ist, dass nämlich Eltern sehr wohl nicht nur eine aktive Rolle in der Förderung ihres Kindes übernehmen können, ja auch wollen, sondern ihnen dabei die wichtigste Rolle überhaupt zukommt, erlebt Dr. Kannegießer-Leitner tagtäglich in ihrer Praxis. Von dieser Arbeit handelt das Buch.
Das Engagement der Fr. Dr. Kannegießer-Leitner geht jedoch noch weit über ihre Arbeit in ihrer Praxis und als Autorin hinaus. Sie hat zusammen mit anderen Frauen einen Förderverein gegründet, um auch finanziell schwächeren Familien die Therapie zu ermöglichen, sie hält Vorträge und hat auch zwischenzeitlich eine Kooperation mit 2 anderen Ärztinnen, die ebenfalls nach der von ihr konzipierten Psychomotrischen Ganzheitstherapie arbeiten.
vorgestellt von Helga Würz online
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I. Buchbesprechung
Ihr könnt mir wirklich helfen - Psychomotorische Ganzheitstherapie
für entwicklungsauffällige und mehrfach behinderte Kinder
Autorin der Rezension: Corinna Kirchner – Müller
Kannegießer, Christel. (1998). Ihr könnt mir wirklich helfen - Psychomotorische
Ganzheitstherapie für entwicklungsauffällige und mehrfach behinderte Kinder.
München: Richard Pflaum. 174 Seiten, Preis 23,50 €, ISBN 3-7905-0763-6.
Das vorliegende Buch ist eine sehr persönliche Beschreibung eines Therapieansatzes
für behinderte Kinder. Die Autorin betont die Wichtigkeit interdisziplinärer
Arbeit und ermutigt Eltern und Therapeuten zur Zusammenarbeit und Reflexion zum
Wohl des betroffenen Kindes.
Nach der Einleitung beinhaltet das Buch 7 Kapitel und anschließend ein Glossar zur
Erklärung der medizinischen Fachbegriffe. Begonnen wird im 1. Kapitel mit der
Beschreibung der sehr persönlichen Beweggründe der Autorin das Buch zu
schreiben. Fr. Dr. Kannegießer ist Ärztin mit eigener Kinderarztpraxis, in der sie
vorwiegend behinderte Kinder betreut. Zudem ist sie selbst Mutter eines behinderten
Sohnes. Im 2. Kapitel definiert sie, was psychomotorische Ganzheitstherapie für sie
bedeutet. Kapitel 3, 4 und 5 beschreiben die Vorgehensweise und Durchführung
ihrer Therapie bei der Vorstellung eines Kindes in ihrer Praxis. Den größten Anteil
des Buches nimmt Kapitel 6 ein, welches sich mit unterschiedlichen Fallstudien
befasst. Der Leser kann den Weg des Kindes von der Erhebung der Anamnese über
die Therapieempfehlungen bis zu den späteren Therapieerfolgen miterleben. Im 7.
Kapitel erläutert die Autorin die theoretischen Hintergründe bezogen auf die
vorangegangenen Fallbeispiele.
Die Adressaten sind Eltern von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten oder
Behinderungen. Diese möchte die Autorin ermutigen, selbstverantwortlich für ihr Kind
eine geeignete ganzheitliche Therapie zu finden. Ebenso spricht sie Ärzte,
Therapeuten und Pädagogen an, Eltern auf diesem Weg zu unterstützen, ihr Wissen
weiterzugeben und Eltern als Co–Therapeuten auszubilden. Um auch medizinische
Laien anzusprechen, wählt sie eine allgemein verständliche Sprache und legt viel
Wert auf die Praxis. Sie verwendet unterschiedliche physiotherapeutische Ansätze
zur Behandlung behinderter Kinder und leitet daraus ihren ganzheitlichen Stil ab. Sie
erhebt dabei keinen wissenschaftlichen Anspruch, was der kurze, sehr allgemein
gefasste Theorieteil zeigt.
Einen großen Teil ihrer kritischen Auseinandersetzung widmet sie der Doman–
Therapie, die einen erheblichen Anteil ihrer Arbeit ausmacht. Einzelne Übungen
werden kritisch besprochen, ein Grundwissen über diese Form der Therapie wird
dabei vorausgesetzt. Die anderen Ansätze nach Bobath, Vojta u.a. werden nur
aufgezählt und nicht näher erläutert. Zur Verdeutlichung von Übungen und zum
Dokumentieren von Therapiefortschritten gibt es einige Schwarz–Weiß–Fotos. Diese
sind für meine Begriffe insbesondere im 6. Kapitel nicht ausreichend und zu wenig
aussagekräftig. Die Beschreibung der Befunde und der Therapie-empfehlungen
wirken sehr allgemein (z.B. S.80: „Die eingeschränkte Augenbeweglichkeit und
Fixation wurden mit den entsprechenden Übungen therapiert.“). Die Verläufe der
gezeigten Behandlungen sind grundsätzlich positiv. Etwaige Probleme oder
Rückschläge werden nicht erwähnt.
Neue Übungsanregungen für Physiotherapeuten bietet das Buch nicht, da es eine
Kombination verschiedener anerkannter Behandlungsmethoden mit Teilen der
Doman–Therapie beschreibt. Sehr wohl bietet es eine Anregung für Therapeuten,
Ärzte und Pädagogen, das schwierige Thema der Kommunikation mit Eltern
behinderter Kinder anzugehen. Diese werden ermutigt, als Co–Therapeuten
ganzheitlich mit ihrem Kind zu arbeiten.
Autorin der Rezension:
Corinna Kirchner – Müller
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